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Toyota Sora: Der neue Wasserstoffbus erzielt eine Reichweite von über 300 km und lässt sich in 10 Minuten betanken.

Toyota präsentiert die zweite Generation des Sora, eines Wasserstoff-Brennstoffzellenbusses, der eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern erzielt, 299 PS leistet und in etwa 10 Minuten betankt werden kann.

Toyota Sora: Der neue Wasserstoffbus erzielt eine Reichweite von über 300 km und lässt sich in 10 Minuten betanken.

Toyota verstärkt sein Engagement für Wasserstoff mit der zweiten Generation des Sora – einem Brennstoffzellenbus, der bis zu 70 Personen befördern kann und eine Reichweite von mehr als 300 Kilometern bietet.

Nachhaltige Mobilität beschränkt sich nicht allein auf das Elektroauto. Auch der öffentliche Verkehr durchläuft einen tiefgreifenden Wandel, und Wasserstoff kristallisiert sich als eine der Alternativen für Fahrzeuge heraus, die eine hohe Reichweite und kurze Betankungszeiten benötigen.

Vor diesem Hintergrund hat Toyota die zweite Generation seines Busses Sora vorgestellt – ein Brennstoffzellenmodell, das die Wasserstofftechnologie des japanischen Unternehmens mit einer gemeinsam mit Isuzu entwickelten Elektrobus-Plattform kombiniert. 

Der neue Sora bringt wichtige Verbesserungen gegenüber der ersten Generation mit sich, insbesondere bei der Reichweite, der Raumausnutzung und der Betankungsgeschwindigkeit.

Mehr als 300 Kilometer Reichweite

Einer der wesentlichen Fortschritte des neuen Toyota Sora liegt in seiner Reichweite.

Der Bus kann mit einer Wasserstofffüllung mehr als 300 Kilometer zurücklegen – ein Wert, der weit über der Reichweite von rund 100 Kilometern liegt, die die 2018 vorgestellte erste Generation bot. Den veröffentlichten Daten zum neuen Modell zufolge wird diese Verbesserung sogar bei gleichzeitiger Verringerung der Gesamtspeicherkapazität gegenüber dem Vorgängermodell erreicht. 

Das Stadtmodell ist mit drei Wasserstofftanks für 700 bar und einem Gesamtvolumen von 471 Litern ausgestattet. Die Anordnung dieser Komponenten sowie der auf dem Dach platzierte Brennstoffzellen-Stack schaffen zusätzlichen Raum im Fahrzeuginnenraum.

Das Ergebnis ist ein durchgehend ebener Boden – ein besonders für den Stadtverkehr interessantes Merkmal, da es sowohl den Einstieg als auch die Bewegungsfreiheit im Bus erleichtert.

299 PS und 970 Nm Drehmoment

Obwohl es sich um ein für den öffentlichen Nahverkehr bestimmtes Fahrzeug handelt, sind die Leistungsdaten seines Antriebssystems beachtlich.

Der Sora ist mit zwei Induktions-Elektromotoren mit jeweils 110 kW ausgestattet, die eine Gesamtleistung von 220 kW – entsprechend rund 299 PS – erbringen. Das maximale Drehmoment beträgt 970 Nm.

Der für den Antrieb der Motoren benötigte Strom wird mithilfe einer von Toyota entwickelten Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen batterieelektrischen Bus muss das Fahrzeug nicht über längere Zeiträume an ein Ladegerät angeschlossen bleiben, um seine Reichweite wiederherzustellen. Der Wasserstoff wird unter hohem Druck gespeichert und in der Brennstoffzelle zur Stromerzeugung genutzt.

Wasserstoff in etwa 10 Minuten tanken

Eines der Hauptargumente für den Einsatz des Sora im öffentlichen Nahverkehr ist gerade die Zeit, die benötigt wird, um seine Reichweite wiederherzustellen.

Toyota gibt an, dass eine vollständige Betankung in etwa 10 Minuten erfolgen kann, wobei die Dauer je nach Faktoren wie der Temperatur oder den Eigenschaften der Wasserstofftankstelle variieren kann. Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass sich der Vorgang bei Tankstellen, die eine schnellere Betankung ermöglichen, auf rund fünf Minuten verkürzen ließe. 

Dieser Aspekt kann für Stadtbusflotten von besonderer Bedeutung sein, da es dort entscheidend ist, die Fahrzeuge über einen Großteil des Tages hinweg einsatzbereit zu halten.

Kapazität für 70 Personen

Der neue Sora ist für den Stadtverkehr konzipiert und kann bis zu 70 Personen befördern, einschließlich des Fahrers.

Die Konfiguration sieht 19 Sitzplätze und Stehplätze für 50 Fahrgäste vor. Zudem hat Toyota ein System integriert, das die Sicherung von Rollstühlen mittels eines mit nur einem Handgriff bedienbaren Befestigungsmechanismus ermöglicht.

Die von Isuzu entwickelte Plattform mit flachem Boden ermöglicht eine verbesserte Zugänglichkeit und eine bessere Nutzung des verfügbaren Innenraums.

Toyota und Isuzu bündeln ihre Technologien.

Der neue Sora ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Toyota und Isuzu, zwei japanischen Herstellern, die gemeinsam an der Entwicklung von Lösungen für emissionsarmen Verkehr arbeiten.

Die Basis des Fahrzeugs bildet die von Isuzu entwickelte Plattform für Elektrobusse mit Niederflurdesign, während Toyota seine Brennstoffzellentechnologie beisteuert. Ziel beider Unternehmen ist es, Gemeinsamkeiten zwischen batterieelektrischen Bussen und Brennstoffzellenmodellen zu nutzen, um die Entwicklung zu erleichtern und die Kosten zu senken. 

Die Produktion des neuen Busses erfolgt in Japan und ist Teil der Strategie beider Unternehmen, das Angebot an auf Klimaneutralität ausgerichteten öffentlichen Verkehrsmitteln zu erweitern.

Wasserstoff als Alternative für den Schwerlastverkehr

Toyota entwickelt seit Jahren verschiedene Anwendungen der Brennstoffzellentechnologie. Das Engagement für Wasserstoff begann im Pkw-Bereich mit dem Mirai und wurde später auf Nutzfahrzeuge sowie weitere Anwendungsbereiche ausgeweitet.

Nach Angaben von Toyota hatte das Unternehmen bis Ende September 2026 mehr als 3.500 Brennstoffzellensysteme an über 100 Kunden geliefert, die für Anwendungen wie Busse, Schienenfahrzeuge und stationäre Generatoren bestimmt waren. 

Der neue Sora stellt somit einen weiteren Schritt in einer Strategie dar, die darauf abzielt, Wasserstoff vor allem dort einzusetzen, wo Anforderungen an Reichweite, Nutzlast und Betankungsgeschwindigkeit die Elektrifizierung mittels Batterien erschweren können.

Für Städte besteht die Herausforderung nun nicht nur darin, Fahrzeuge zu haben, die mit Wasserstoff fahren können, sondern auch eine entsprechende Technologie zu entwickeln. iausreichende Infrastruktur für Produktion, Lagerung und Betankung.

Eine Technologie, die sich in den Städten Raum verschafft

Der neue Toyota Sora zeigt, dass die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs unterschiedliche Wege einschlagen kann.

Während sich batterieelektrische Busse in den Städten weiter verbreiten, bieten Brennstoffzellenmodelle eine weitere Alternative, die ebenfalls auf Elektroantrieb basiert, jedoch über ein anderes Energiesystem verfügt.

Mit einer Reichweite von mehr als 300 Kilometern, 299 PS, einer Kapazität für 70 Fahrgäste und Betankungszeiten von rund 10 Minuten will der neue Sora zeigen, dass Wasserstoff eine wichtige Rolle in der kollektiven Mobilität der Zukunft spielen kann.

Toyota seinerseits betrachtet Wasserstoff als eine der wichtigen Technologien im Rahmen seiner Strategie zur Erreichung der CO2-Neutralität.

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